Bulimie, Anorexia nervosa, Magersucht, Heißhunger, Bulimia nervosa, Ess-Sucht, Binge Eating, Ess-Brech-Sucht, Orthorexia nervosa und Anorexia athletica… Wer findet sich denn da noch zurecht?

Essstörungen, ein sehr vielschichtiges Thema, in dessen Dschungel an Informationen man sich heutzutage kaum noch zurechtfindet. Dabei ist es gerade in der heutigen Zeit aufgrund der vermehrten Medienüberflutung, in der die scheinbar perfekten Körperideale wie der „Magerlook“ angepriesen werden, wichtig zu wissen, was Essstörungen eigentlich sind, warum sie auftreten können, wie sie sich äußern und vor allem, wie man ihnen gesund vorbeugen und sie bekämpfen kann.

Man beginnt von einer Essstörung zu sprechen, wenn ein Mensch isst oder sich weigert zu essen, in Abhängigkeit zu einem psychischen Bedürfnis, dass befriedigt werden soll. Diese Personen achten nicht mehr darauf, ob sie ein Hungergefühl verspüren oder nur essen bzw. nicht essen, weil sie ständig gedanklich und emotional mit diesem Thema beschäftigt sind. Wenn eine solche Störung zwanghaft wird, spricht man von einer Sucht oder einer Abhängigkeit.

Die häufigsten Ursachen für den Beginn einer Essstörung sind psychisch bedingt.
Als Mädchen in der heutigen Zeit ist man zunehmend mit dem zweifelhaften Schönheitsideal der Medien konfrontiert. Um mit all diesen Eindrücken richtig umzugehen, braucht man ein sehr starkes Selbstwertgefühl und das sichere Bewusstsein, dass sein Körper vollkommen in Ordnung und schön ist. Doch diese Sicherheit haben viele Mädchen heutzutage nicht mehr und sie reagieren anfälliger auf das neue vermeintliche Schönheitsideal. Oft sind auch familiäre Probleme und Konflikte ein Auslöser für eine Essstörung. Wenn junge Mädchen merken, dass sie keine Kontrolle über die Dinge haben, die geschehen, beispielsweise im Falle einer Trennung der Eltern, versuchen sie anderweitig Einfluss, Kontrolle und Macht zu erlangen und hierfür bleibt ihnen dann meist nur der eigene Körper. Auch das Gefühl, zu wenig Anerkennung und Aufmerksamkeit in seinem alltäglichen Umfeld, Familie und Freunde zu bekommen, kann dazu führen, dass junge Mädchen die Notwendigkeit sehen, durch eine bestimmte Leistung zumindest einen Teil der Aufmerksamkeit, aber auch Liebe, Vertrautheit und Akzeptanz zu erfahren.

Essstörungen zu bekämpfen, wenn sie erst mal ausgebrochen sind, ist sehr schwierig und ein langer, oft lebenslanger Prozess. Bitte nimm dir die Hinweise und Informationen zu Herzen, um einer Essstörung vorzubeugen. Das heutzutage in den Medien angepriesene Schönheitsideal liegt weit unter dem Normalgewicht und gibt Mädchen und jungen Frauen falsche Ziele und Auffassungen vor, was noch schön und was erst als krank angesehen wird. Du solltest versuchen, dich mit deinem Körper und deiner Figur bewusst auseinander zu setzen und dich zu lieben. Häufige Diäten, die kurzfristig eine Gewichtsreduktion herbeiführen, bringen meist nichts. Sie führen in den seltensten Fällen zum dauerhaften Wunschgewicht und verleiten daher dazu, mit der Zeit extremere Methoden zur Fettreduzierung anzuwenden.